Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Fulda vom 27.04.2007 zur Ersatzfähigkeit der Kosten einer Markenwerkstatt im Falle der fiktiven Abrechnung auf der Grundlage eines Gutachtens

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalls kann im Falle der fiktiven Abrechnung auf Gutachtenbasis die Kosten ersetzt verlangen, die in einer Markenwerkstatt angefallen wären.

Aus den Gründen:

...Dem Kläger stehen im Rahmen des § 249 II S.1 BGB als Schadenersatz diejenigen Kosten zu, die zur Wiederherstellung der Sache erforderlich sind.

Hierzu gehören - und zwar auch im Fall der fiktiven Abrechnung des Schadens - nach Auffassung der Kammer die Kosten, die zur Instandsetzung eines Fahrzeugs in einer markengebundenen Fachwerkstatt notwendig sind. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.

Grundsätzlich hat der Geschädigte einen Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten unabhängig davon, ob er den Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt.

Ziel des Schadensersatzes ist nämlich die Totalreparation...

Quelle: Urteil des LG Fulda vom 27.04.2007, Az.: 1 S 29/07

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