Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des OLG Düsseldorf I vom 02.03.2009 zu Voraussetzungen der Abrechnung auf Neuwagenbasis bei Verkehrsunfall

Eine Abrechnung auf Neuwagenbasis ist nach einem Verkehrsunfall nur möglich, wenn das Fahrzeug nicht älter als einen Monat ist, nicht mehr als 1.000 Kilometer Laufleistung aufweist und ein erheblicher Schaden an dem Fahrzeug entstanden ist.


Aus den Gründen:

...Das noch neuwertige Fahrzeug ist jedoch bei dem Unfall nicht so erheblich beschädigt worden, dass dem Kläger die Weiterbenutzung im reparierten Zustand nicht zuzumuten ist und er Ersatz derjenigen Kosten verlangen darf, die er für die Anschaffung eines Neuwagens aufwenden müsste.

Bei der Beurteilung der Frage, ob das Fahrzeug erheblich beschädigt worden ist, ist darauf abzustellen, in welchem Zustand sich das Fahrzeug nach einer - gedachten - fachgerechten Reparatur befindet. Dem Geschädigten ist grundsätzlich eine Weiterbenutzung des reparierten Unfallfahrzeuges zumutbar, wenn durch den Unfall ausschliesslich Teile betroffen waren, durch deren spurenlose Auswechslung der Urzustand wiederhergestellt wird...

Quelle: Urteil des OLG Düsseldorf I vom 02.03.2009, Az.: I 1 U 58/09

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